Familientreffen in Urfa Vol. 2

Der gleiche Morgen (okay eigentlich mittag :P ) nur ausgeschlafen.

Den ersten Blick widmete ich meinem Handy und danach
wusste ich, das ich 6 Stunden geschlafen hatte.

Was ich auch ohne mein Handy wusste:
Ich hatte Hunger!

Also stand ich auf, machte mich frisch und danach ab in die Küche zu den anderen.

Alle fingen an zu grinsen als ich reinkam und wünschten mir einen guten Morgen.
Ich stand noch halb in der Tür als ich auf dem Boden eine gedeckte Decke :P und
eine weitere Frau neben Abla sitzen sah.
Die Frau stand auf, begrüßte mich mit einem Hoş geldin! (Herzlich willkommen) und
ich antwortete braf mit einem Hoş bulduk! (“Danke”),
bevor wir uns links und rechts auf die Wange küssten.
Danach setzten wir uns an die Frühstücksdecke.

Auf der Decke standen viele kleine Teller mit verschiedenen leckeren Sachen.
Gebratene Wurst, Rührei, Gurken, Tomaten, Oliven,
Örgü Peyniri (in den ich mich unsterblich verliebt habe ^^)
und natürlich das Fladenbrot nicht zu vergessen.

(Für eine ungefähre Vorstellung. Google hat geholfen ;) )

Abla schenkte mir einen çay (Tee) ein und erklärte mir, das die Nachbarin extra wegen mir gekommen sei,
da sie mich unbedingt kennenlernen wollte (da ich Deutsche bin ^^).
Ich fing an zu grinsen und nickte etwas verlegen.

Kurz darauf bat mich Abla doch mit dem Frühstück anzufangen,
da ich sicher Hunger hätte und da saß ich nun.
Ich hatte Hunger, keine Frage, doch wie aß man das jetzt???

Ich wartete…
Alle fingen an und schnell verstand ich :D
Man reißt sich ein Stück von dem Brot ab, klappt es auseinander und legt dort mit der Gabel seine
“Zutaten” rein. Dann zuklappen, reinbeißen und genießen :)

(Örgü Peyniri. Google hat geholfen ;) )

Nachdem alles aufgegessen und weggeräumt war,
saßen wir nun in der Küche und die erste Frage-Antwort-Runde konnte beginnen.

Categories: Familie & Freunde, On Tour | Hinterlasse einen Kommentar

Familientreffen in Urfa Vol.1 …

Schnelle Zusammenfassung:
Es sind 6 Uhr morgens… habe 15 Stunden Busfahrt hinter mir
und bin total müde…

Aber naja…
Nach der Busfahrt stand nun das nächste “Abenteuer” an:
Den ersten (kleinen) Teil von Askims* Familie kennenlernen.

Für mein Gefühlschaos habe ich bis heute noch kein richtiges Wort gefunden,
aber hyper nervös umschreibt es schonmal sehr schön.

Auf dem Weg zu Askims Schwester, lernte ich schon seine Neffen kennen,
denn die konnten es in der Wohnung nicht mehr abwarten uns “Hallo” zu sagen.

Als sie außer Atem bei uns ankamen, begrüßten sie natürlich erstmal ihren Onkel,
quasselten durcheinander, sodass ich garkeine Chance hatte etwas zu verstehen,
aber sie schienen total happy zu sein.
Meine Begrüßung viel etwas zurückhaltender aus.
Einer küsste meine Hand und führte sie zu seiner Stirn,
der andere nahm mit einem “Günaydın yenge” (Guten morgen Tante) meinen Koffer.

Ich war mit dieser Begrüßung vollkommen zufrieden,
da mich in meinen schlimmsten Vorstellungen alle ignoriert und überhaupt nicht leiden konnten.

Weiter ging’s zur Wohnung.

Mir wurden Türen aufgehalten und die Wege mit der Hand gezeigt
(da die Jungs nicht so richtig wussten, ob ich sie verstehe),
bis wir dann an der offenen Haustür von seiner Schwester ankamen.
Dort wartete der Rest schon auf uns.
Ich wurde mit Wangenkuss links, Wangenkuss rechts und “Hoş geldin!” (Herzlich Willkommen)
begrüßt, worauf ich mit einem “Hoş bulduk” antwortete.

Man konnte aber sehr genau merken, das keiner von uns allen so wirklich wusste,
was er mit dem anderen anfangen sollte.
So standen wir im Eingangsbereich und das Schuhe ausziehen
überspielte erstmal den etwas stillen Moment.

Als ich die Schuhe ausgezogen hatte, wurden sie mir auch schon weggenommen und im Schrank verstaut.
Ich war beeindruckt.
Wir kannten uns alle noch keine 5 Minuten und schon hatte ich einen Platz im Kleiderschrank :)

Dann wurde ich an die Hand genommen und wir gingen in ein Zimmer,
wo ein frisch bezogenes Bett stand.

Mein Gedankengang: Reinspringen, Decke drüber, einschlafen.

Aber das konnte ich nicht machen, da alle mit ins Zimmer gekommen waren.
Wir setzten uns aufs Bett und alle schauten mich an.
Ich überlegte, ob beziehungsweise was ich sagen sollte.
Mir fiel aber nichts gescheites ein.
Denn mein türkisch ist grottenschlecht, wenn ich müde bin.
Abla* (Askims Schwester) lächelte mich herzlich an und sagte zu Askim etwas auf kurdisch.

“Schatz meine Schwester freut sich das du hier bist.
Aber sie meint du siehst ziemlich müde aus und bevor du krank wirst,
möchte sie das du noch etwas schläfst.”

Alle gingen mit einem Lächeln und “Iyi uykular” (Schlaf gut) aus dem Zimmer.
Ich verkrümelte mich unter die Bettdecke und brauchte keine 5 Minuten,
da war ich schon eingeschlafen.

Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ………..Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ……….Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ……….Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ

*Askim, eigentlicht Aşkım geschrieben (habe aber leider keine türkische Tastatur) – Mein Schatz
*Abla – Große Schwester

Categories: Familie & Freunde, On Tour | Hinterlasse einen Kommentar

Urfa wir kommen!

Wie kommt man denn nun von dem bekannten Antalya nach Südostanatolien???

Ganz einfach! Mit einem Bus von Özlem Diyarbakir :)
Wenn man dann sein Ticket bekommt, sieht es dann so (wunderschön leserlich) aus:

Um 15Uhr sollte es dann auch für uns losgehen.
Schnell noch den Koffer abgeben und ab in den Bus.

Reihe 1 – Platz 3 & 4
Ich war glücklich.
Saß ich doch in einem schicken neuen Bus von Mercedes, mit viel Beinfreiheit,
einem tollen Fernseher (ganz für mich allein) und Fensterausblick nach vorn und rechts.
Sofort war mein TouristenICH geweckt.
Kamera auspacken, anschalten und wie wild drauf losknipsen und filmen.

Wem beim Busfahren nicht schlecht wird, kann sich ja die folgenden beiden Videos anschauen ;)

 

Zwischendurch kam immer mal der Busbegleiter an uns vorbei und brachte Getränke
(Kaffee, Tee, Cola, Fanta, Saft, … eigentlich alles). “All Inclusive” natürlich :P

Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ …..Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ …..Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ …..Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ

Leider geht auch irgendwann in der Türkei die Sonne unter und selbst die beste Kamera kann nichts mehr erkennen.

Also kam der Zeitpunkt in dem ich mich mit meinem Fernseher auseinandersetzten musste.

Yippieh! Man konnte zwischen
Türkisch, Englisch, Deutsch & Französisch auswählen.
Schnell noch einen Film aussuchen und schon kann’s losgehen. Dachte ich…

Wie sich herausstellte, konnte man zwar für das Menü die Sprache ändern, doch das bezog sich nicht auf die Filme und TV-Sender.

Also schaute ich mir dann “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, “Tintenherz” und “Der Goldene Kompass” auf türkisch an.

Zum Glück kannte ich die Filme schon, daher war das mit dem Text nicht
sooo dramatisch und ich konnte mein Türkisch weiter verbessern.

Der Rest der Busfahrt war eher unspektakulär. Habe viel geschlafen und
das Problem mit den Toilettenpausen habe ich einigermaßen
(auch wenn ich mehr Pausen schöner gefunden hätte) gut hinbekommen.

Um 05:30 wurde ich dann geweckt. Draußen war natürlich immer noch alles stockdüster,
doch nun waren Schilder zu sehen mit einer WICHTIGEN Botschaft für mich.

***Şanlıurfa 15km***

Jetzt wurde ich nervös. Nur eine halbe Stunde später würde ich den ersten Teil meiner Verwandschaft kennenlernen.
Während der restlichen Fahrt ging ich nochmal alle meine Türkischkenntnisse durch und bestaunte die Stadt “bei Nacht”.

Dann war es soweit.
Der Bus hielt an und wir stiegen aus. Der Busbegleiter gab uns unsere Koffer und da standen wir nun.
Am Straßenrand mitten in Urfa um Punkt 6 Uhr morgens.

“Sollen wir dann?”

“Tja. Dann geh mal vor. Ich kenn mich hier ja nicht gerade super aus.”

Er schenkte mir ein Lächeln und dann gingen wir los.
Er – total glücklich seine Schwester, Nichten und Neffen wiederzusehen.
Ich – total panisch, da ich nicht wusste ob sie mich mögen würden oder nicht.

Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ………..Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ……….Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ ……….Ƹ̵̡ Ӝ̵̨̄ Ʒ

PS. Die Busfahrt (mit Getränken, einem kleinen Kuchen -sowie bei den Flugairlines- und netter Unterhaltung) kostet 50 Türkische Lira ~ ca. 25 €uro

Categories: On Tour | Hinterlasse einen Kommentar

Wie lang braucht der Bus denn?

“Schaaatz… Wie lang ist denn die Busfahrt?”

“Also erstmal fahren wir vom Busbahnhof in Manavgat aus nach Alanya, danach geht es über
Anamur, Mersin, Adana und Gaziantep genau Richtung Urfa.
Da machen wir erstmal einen Stop und übernachten bei meiner Schwester.
Danach geht’s weiter vom Busbahnhof in Urfa nach Ceylanpınar.
Wenn wir gut durchkommen, sollten das sooo… 18 Stunden sein.”

Schock… Sprachlos… Kinnlade fällt geistig runter… Nichts anmerken lassen…

“Wow… und wieviele Pausen gibt es?”

“Also bis jetzt waren es immer 3 bis 4 Hauptpausen und wenn einer aussteigen muss,
wird eigentlich immer eine Zigarettenpause mit drangehangen.”

Erleichterung

“Dann gibt es ja genug Toilettenpausen *freu*”

“Ähm Schatz… Toiletten gibt es nur bei den Hauptpausen…”

AAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh!!!!
Versuch dir die Panik nicht anmerken zu lassen.

“Schatz alles in Ordnung?! Wenn du möchtest können wir auch mit dem Flugzeu…”

“NEIN.”

Ich lass mir doch nicht nachsagen, das ich ein typisches Mädchen bin.

“Erstens ist es teurer, zweitens sieht man nichts von der Landschaft und
ich möchte keine 7 Stunden blöd auf dem Flughafen  von Istanbul rumhängen.”

“Wie du meinst. Dann lass uns mal los.”

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ……………….Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ……………….Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ…………………Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ……………….Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Damit ihr eine genauere Vorstellung von der Busfahrt bekommt:

 

Categories: On Tour | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen Sie auf WordPress.com. Theme: Adventure Journal von Contexture International.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.